Kaltgerätestecker sind ein zentrales Bauteil jeder zuverlässigen Stromversorgung in Industrie, IT und Technik. Die Auswahl wirkt auf den ersten Blick trivial – ist sie aber nicht. Unterschiedliche Bauformen, Belastungsgrenzen und Temperaturklassen entscheiden darüber, ob Geräte stabil laufen oder unnötige Risiken entstehen.
Dieser Vergleich zeigt Ihnen, welcher Kaltgerätestecker für welche Anwendung geeignet ist – und worauf Sie bei der Auswahl unbedingt achten sollten.
Was sind Kaltgerätestecker?
Kaltgerätestecker sind genormte Netzsteckverbinder zur Stromversorgung elektrischer Geräte, die keine oder nur geringe Eigenwärme erzeugen. Sie sind für Betriebstemperaturen bis maximal 70 °C ausgelegt und nach IEC 60320 standardisiert.
Typische Einsatzbereiche sind:
- IT-Hardware
- Industrie-Steuerungen
- Labor- und Medizintechnik
- Netzteile, Server und USV-Systeme
Warum ist ein Vergleich wichtig?
Nicht jeder Kaltgerätestecker passt zu jeder Anwendung. Unterschiede bei:
- maximaler Stromstärke
- Temperaturbeständigkeit
- Schutzleiterführung
- mechanischer Stabilität
machen einen gezielten Vergleich zwingend erforderlich. Eine falsche Wahl kann zu Überlastung, Kontaktproblemen oder Ausfällen führen – insbesondere in industriellen oder kritischen Umgebungen.
Arten von Kaltgerätesteckern und ihre Eigenschaften
Die ve
| Stecker-Typ | Verwendung | Merkmale | Maximale Belastung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| **C5 („Mickey Mouse“) ** | Laptops, Projektoren | Drei abgerundete Kontakte | 2,5 A / 250 V | Kompakt, begrenzte Leistung |
| **C7 („Euro-8“) ** | Kleingeräte, Unterhaltungselektronik | Zwei Kontakte, ohne Schutzleiter | 2,5 A / 250 V | Nur für niedrige Leistungen |
| C13 (Standard) | PCs, Monitore, Server | Drei rechteckige Kontakte | 10 A / 250 V | IT-Standard |
| C14 (Einbau) | Netzteile, Industriegeräte | Gegenstück zu C13 | 10 A / 250 V | Für feste Gerätemontage |
| C19 | Hochleistungsserver, USV | Größere Bauform | 16 A / 250 V | Für hohe Dauerlasten |
Wo kommen welche Kaltgerätestecker zum Einsatz?
- C5 / C7: mobile Geräte, geringe Leistungsaufnahme
- C13 / C14: Standard-IT, Büro, Industrie-Elektronik
- C19 / C20: Rechenzentren, USV-Systeme, leistungsintensive Industrieanwendungen
Je höher die Dauerlast und je kritischer der Betrieb, desto wichtiger sind Kontaktqualität, Kabelquerschnitt und Verriegelung.
Kaltgerätestecker in der Industrie
In industriellen Anwendungen zählen Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und Sicherheit. Steuerungen, Serverracks oder Maschinenperipherie benötigen Stecksysteme, die auch unter Dauerlast stabil bleiben.
C19-Steckverbinder sind hier häufig die richtige Wahl. Ergänzend kommen:
- verriegelbare Stecksysteme
- erhöhte Kabelquerschnitte
- geprüfte Konfektionen mit Testprotokoll
zum Einsatz, um ungeplante Ausfälle zu vermeiden.
FAQ – Häufige Fragen zu Kaltgerätesteckern
Was unterscheidet C13 und C19?
C13 ist bis 10 A ausgelegt, C19 bis 16 A. C19 wird für Hochleistungsgeräte eingesetzt.
Wann sollte C15 statt C13 verwendet werden?
Bei Betriebstemperaturen über 70 °C, z. B. bei Heiz-, Labor- oder Spezialgeräten.
Sind Kaltgerätestecker genormt?
Ja, nach IEC 60320. Entscheidend sind Kategorie, Stromstärke und Temperaturklasse.
Welche Leitung passt zu welchem Stecker?
C13: z. B. H05VV-F 3G1,0 mm²
C19: z. B. H05VV-F 3G1,5 mm²
Wie erkennt man hochwertige Stecker?
Normkennzeichnung, Herstellerprägung, Prüfzeichen wie VDE oder ENEC.
Kaltgerätestecker sind sicherheitsrelevante Komponenten. Die richtige Auswahl entscheidet über Betriebssicherheit, Effizienz und Lebensdauer Ihrer Geräte. Standard-IT kommt meist mit C13 aus, leistungsintensive Anwendungen benötigen C19 – mobile Geräte profitieren von C5 oder C7.
Wer industriell plant, sollte nicht nur den Stecker, sondern das komplette Steck- und Leitungssystem betrachten.
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